Samstag, 16. Dezember 2017

Bemerkung zwischendrin...

Liebe Freunde,

ich habe eine größere Berichtslücke, mein voriger Post handelt über die Tage gegen ende November. Ich merke, dass ich einen Hohen Anspruch auf vollständigkeit habe und dem häufig nicht gerecht werden kann, da es manchmal an Muße, gelegenheit oder vernünftiger Internetverbindung fehlt (auch wenn das Netz hier häufig besser ausgebaut ist als in Deutschland). Ich versuche also die zurückliegende Zeit etwas abzukürzen und nur ein paar Highlights hervorzuheben um wieder zum Aktuellen Zeitpunkt anzugelangen. Zur Zeit bin ich in Cali im Süden Kolumbiens in der Stadt des Kolumbianischen Tanzes.


Mittwoch, 6. Dezember 2017

Santa Marta

Ich fuhr nach 3,5 Tagen mit einem Bus weiter nach Santa Marta. Ich hatte von einigen gehört, dass es sich lohnen soll, dort in den Tayronapark (Geschützter Urwald an der Karibischen Küste Kolumbiens, der nach den indigenen Uhreinwohnern benannt wurde) zu fahren.
Auf der Fahrt saß ich hinter zwei älteren Herren, sicherlich Mitte/Ende 70 aus Amerika. Soweit nichts außergewöhnliches, doch als sie ihre Sombreros abnahmen, kam ein Irokesenschnitt zum Vorschein. Ich hatte einige Ideen darüber, aus welchen Grund sie sich diesen woh haben schneiden lassen, doch der tatsächliche Grund bleibt wohl für immer ein Geheimnis.
In Santa Marta angekommen stieg ich in platzend vollen Straßen aus, Musik von allen Seiten, Ansagen, geschrei, Gehupe und kaum ein Durchkommen durch all die Menschenmengen und Verkaufsstände, die die Bürgersteige vereinnahmten. Das alles erinnerte mich etwas an die Straßen Indiens.
Ich entfloh all dem Gewusel schnurstracks in ein Hostel und buchte mir ein Bett in einem Dormitorio (Schlafsaal). Im Hostel Lernte ich dann Anni aus England und Courtney aus Südafrika kennen, mit denen ich mich später nochmals in die Menschenmengen wagte. Es war beeindruckend wie auf der Straße, die ohne hin schon eine Zumutung an Reizen war, jeder versuchte mit noch lauterem Geschreihe oder dröhnend lauter Musik aus Musikboxen die Aufmerksamkeit der Passanten auf sich zu ziehen. Häufig gab es hinter den Musikboxen in den Geschäftseingängen sogar eigens Angestellte Moderatoren die unaufhörlich Angebote des jeweiligen Geschäftes in ihre Mikrofone pusteten.
Ich blieb nach meiner Ankunft einen weiteren Tag in Santa Marta, an dem ich viel entspannte (ja, vom Reisen braucht man auch Verschnaufpausen) und mit anderen Leuten im Hostel Shithead, ein Kartenspiel spielte. Abends ging ich mit Anni und Courtney um Streetfood zu essen, dort entstanden die folgenden Bilder. 






Freitag, 1. Dezember 2017

Cartagena

Von Bogotá aus habe ich die Wolken nach Cartagena mit einer Boing 787-8 durchschnitten, eine wirklich große Maschine für einen Inlandsflug. Auf jeden Fall ein meilenweiter Unterschied zu den vorigen Flügen von Curaçao aus. Es sei gesagt, dass ich in meiner Art des Reisens verglichen zu 2010 sehr viel gemütlicher geworden bin. Ich nehme gerne mal einen Flieger um auf eine bis zu 20stündige Busfahrt zu verzichten.



Kurz vor der Landung, ist schon die beeindruckende Skyline von Cartagenas Stadtteil Bocagrande auf einer schmalen Landzunge zu sehen.

Im Flieger lernte ich Josh aus New York kennen, der gerade dabei ist sich mit einer Kleidungsfirma „Stark“ (wie sein Nachnam, er hat vorfahren in Deutschland) selbständig zu machen. Josh war auf dem Weg zur Hochzeit eines Freundes. Vom „Kühlschrank Kolumbiens“, wie Einheimische Bogotá gerne betiteln, war ich nun wieder sehr tropisch heißen Temperaturen ausgesetzt. Nach unserer Ankunft beschlossen Josh und ich ein Taxi zu teilen. Wenig später saßen wir auf der Rückbank von Eduardo, der bis vor ein paar Jahren auch noch in den USA gelebt hatte und uns in sehr heitere Gespräche in seinem perfekten Englisch verwickelte. Ich ließ mich nachdem Josh ausgestiegen war noch weiter zum Stadtteil Getsemaní bringen, ich wusste, dass dort einige Hostels sind und da ich nichts gebucht hatte konnte ich dort fußläufig ein Nachtquartier finden.

Ich checkte im Hostel Mi Llave ein von dem aus man perfekt, übers Wasser hinweg, die Skyline Bocagrandes sah. Etwas später ging ich durch die sehr lebhaften Straßen Getsemanis, viele fahrende Verkaufsstände prägten das Straßenbild, von Streetfood, Getränken bis über Süßes und Kunsthandwerk wurde mir einiges angeboten, so wie ich es auch aus einigen anderen Städten Südamerikas gewohnt war. Auch Streetart gab es in Getsemaní einige. Ich fand mich zum Abschluss des ersten Abends in einem von Eduardo empfohlenen Restaurant ein und gönnte mir ein Fischmenü mit dem ersten Kokusreis (Reis mit Kokosraspeln) der wohl typisch für die region ist.





Am nächsten Tag ging ich am Vormittag zum Uhrenturm, der das Tor zur Innenstadt Cartagenas ist, um an einer Free Walkingtour teilzunehmen. Ich traf eine spanische tour an und versuchte mich etwas mit meinem Spanisch. Da wir schon wenig später auf einige andere Guides trafen unter denen auch englisch sprachige waren wechselte ich dann doch schnell zu einer solchen, zugegeben aus bequemlichkeit, über. Der Guide bezog seine Teilnehmer alle direkt ins Geschehen mit ein und hatte Fragen die er direkt einzelnen Teilnehmern, die er beim Namen nannte, stellte. Schnell war also klar, dass ich mich eingeschlichen hatte. Da es aber eine FreeWalkingtour war, die auf Spenden die am Ende der Tour gesammelt werden basierte, wurde ich mit einem neckischen Spruch und einem Augenzwinkern in die Gruppe integriert, mein Name wurde erfragt und ab da an wurden auch mir Fragen gestellt. Die Tour war sehr aufschlussreich und sehr lebendig durchgeführt. Leider war die Innenstadt sehr voll von weiteren Touristengruppen. Was mich beeindruckt, ist die Tatsache, dass diese Tourguides sich auch oft als Botschafter verstehen, die mit einigen Befürchtungen und Vorurteilen aufräumen wollen, um Kolumbiens Image wieder gerade zu rücken. Ich kann euch sagen, Kolumbien ist ein attraktives Reiseland geworden und hat an Gefahren verloren.









Im anschluss der Tour lernte ich Chris und Karin aus der Schweiz kennen, mit denen ich am Abend noch essen und am nächsten Tag ins Schokoladenmuseum ging.

Am Tag darauf fuhr ich mit dem Bus in den Stadteil mit den vielen Wolkenkratzern auf der Landzunge „Bocagrande“. 






Von dort aus lief ich dann den Langen Weg zum Hostel zurück. Als ich nach Sonnenuntergang wieder im Hostel einraf, fing so heftig an zu regnen, dass das Regenwasser die Straße vor dem Hostel in kürzester Zeit bis zum Bürgesteig überschwemmte. Viele Kleine Taxis fuhren bis zum Unterboden bedeckt im Wasser und und Schoben die Wassermassen vorsichtig an, große Busse und LKW fuhren dagegen mit Tempo hindurch und ließen Fontänen links und rechts von sich.







Sonntag, 26. November 2017

Bogotá




Nachdem ich in Bogotá im Hostel eingetroffen bin, war es schon 0.00Uhr und ich war sehr müde von all den Eindrücken der Reise. Die Rezeptionin sagte, dass es sowieso in der Gegend ab 22.00Uhr zu gefährlich wird um alleine vor die Tür zu gehen. 

Am nächsten Tag wollte ich an einer Streetart-Walkingtour teilnehmen, war aber schon etwas zu spät dran, also beschloss ich so etwas durch die Straßen zu ziehen. Nachdem ich etwas herumgelaufen war, traf ich zufällig doch noch auf die Tour und schloss mich ihnen an.

Ein kleiner Abriss zur Geschichte der Streetart in Bogotá:
Bis 2011 war Graffiti in Bogotá noch ein Verbrechen, Künstler arbeiteten nur im Schutz der Nacht und riskierten gefasst zu werden. Am 19 August 2011 wurde ein 16 Jähriger Künstler, Diego Felipe Becerra während er sprühte von der Polizei erschossen. Die Polizei stellte die Geschehnisse so da, dass sie in Notwehr zum Sebstschutz gehandelt haben, sie nannten außerdem weitere Vergehen die er begangen haben soll.

Nachdem dieses Ereignis zu einem großen Aufschrei führten in dem auch die Vereinten Nationen die Tat verurteilten, gab es einen Wandel und die Ausübung von Streetart fand Anerkennung als Künstlerischer Ausdruck und löste sich mehr von seinem Kriminellen Image. Seit dem wurden auch von offizieller Seite mehr und mehr Flächen Künstlern zur Verfügung gestellt.
Es gibt sehr viele beeindruckende Geschichten hinter den Bildern, den Künstlern, die häufig einen Teil der Geschichte, der Politik und der Sozialen Probleme der Orte wiederspiegeln. Häufig läuft man an Bildern vorbei ohne viel über sie zu wissen manche Bilder oder andere Kunstwerke sieht man vielleicht nicht einmal. Wenn man jedoch nur einen Teil der Gedanken der Künstler, der Geschichte oder der Szene mitbekommt ist man mehr als beeindruckt. Ich kann euch nur empfehlen wo auch immer ihr seid, vielleicht auch in eurer eigenen Stadt, einmal an einer Graffiti oder Streetart-tour teil zu nehmen!

Bei diesem Bild gibt es eine lustige Hintergrundinformation. Der Künstler ist in Kolumbien sehr berühmt er zeigt, wann immer er in den Medien ist nicht sein Gesicht, er trägt eine Maske. Der Grund dafür ist, dass er Architekt und Professor an einer Uni ist und seine Bilder häufig Politische Aussagen haben.


Soweit zum Graffiti in Bogotá... was mich ansonsten wieder in Südamerika eintauchen lies und mich ein wenig zurück zu meiner Reise in 2010 versetzte soll nun volgen.
Die Gefährlich anmutende beheizte Dusche in kälteren Gegenden, in denen man über haupt Warmwasser braucht. ...Ein klassiker.


Die vielen Straßenverkäufer mit und ohne Rädern.




Oft verrückt anmutender Bilder arbeitender Leute auf der Straße.

Einige Obdachlose, die Recyclingmaterialien sammeln um dafür Unterkunft und Essen zu bekommen (ein sehr gute Projekt von Offizieller Seite). Das Projekt führte jedoch soweit, dass sogar Gullideckel zum Recycling gebracht wurden, diese wurden danach dann mit den NO RECICLABLE ersetzt.


Telefongesprächsanbieter mit ihren angeketteten Handys.

Überfüllte Passagen, buntes treiben, kreative Wege etwas Geld zu machen.




Spiele in Ainkaufspassagen...


Auch Taubenfutter als Business, mit massiven Auswirkungen.


Schicke Uniformen. Vor einigen Jahren währe es undenkbar gewesen Uniformierte Menschen in Kolumbien zu Fotografieren.


Kunsthandwerk...








Dies ist Kolumbiens bisher höchstes Hochhaus. Es befindet sich noch im Bau und ist noch in den Meisten Etagen nicht bezogen. Es wird ein Hotell einziehen, Privatwohnungen und Büroräume wird es ebenfalls geben. Es hat mich die ganze Zeit gekitzelt dort irgendwie raufzugehen. Ich bin es dann tatsächlich auch angegangen. Eine mal noch nicht Touristisch erschlossene Sache... Ich hatte aber keine Lust es Illegal zu machen und zu riskieren meine Reise frühzeitig abbrechen zu müssen, deshalb habe ich mich über offizielle Wege durchgefragt und wurde von den Securityeinheiten zum Hausmanager weitergeleitet, der extra für mich ins Foyer kam, dieser telefonierte dann weiter mit dem Architektenbüro und etwas später war ich dann schon mit einer Architektin unterwegs nach oben. Leider habe ich keinen Zutritt zum höheren der aneinanderstehenden Türmen bekommen und bin auch nicht komplett Oben gewesen, da es der Bauzustand nicht zuließ. Mir wurde aber ein Aparten gezeigt, dass eine Super Aussicht über Bogotá hat. Seht selbst...




Reise von Curaçao nach Bogotá



Flug mit Avior von Curaçao über Valencia/Venezuela nach Bogotá/Kolumbien:
In Curaçao haben wir schon mit 1,5 stunden Verspätung, dann im Flieger, einer sehr alten Klapperkiste mit sehr dicken alten Ledersitzen und wenig Beinfreiheit, am Tisch vor sind rote verwischte Spuren die an Blut erinnern, es sehr heiß. Im flieger angekommen sitzen wir nochmal eine gefühlte Ewigkeit bis wir starten. die ganze Zeit läuft keine Klimaanlage, die Hitze ist unerträglich und die Luft geht zur Neige. Während des Fluges kommt dann zum Glück etwas Luft in die Kabine trotzdem ist der Flug etwas unentspannt, in der klapprigen Kiste, da hab selbst ich nicht all zu große Freude am Fliegen. Bei der Landung fällt die Bremsung auf der kurzen Landebahn in Valencia (Venezuela) sehr schwer. In Valencia angekommen ist es im Flughafen auch sehr heiß, es sieht alles sehr abgefrühstückt aus, die Gepäckscangeräte stehen da, sind aber außer Betrieb,  die Sicherheitsschranke steht unangeschraubt da, mit ein paar Packetbandstreifen umklebt. Es dauert lange wieder in die Abflughalle zu kommen, den Grund dafür erblicke ich als ich nur noch 3 Leute vor mir habe. Eine einzelne Person durchsucht alle Gepäckstücke der Reisenden. Der Grund erschließt sich mir nicht wirklich, da wir ja alle schon in Curaçao ordentlich gescannt wurden. In der Abflugshalle sieht es nicht anders als im Transitbereich aus und dazu noch viele wartende Gäste, weitere Verspätung und spärlich Informationen. Als es endlich für mich in den Flieger nach Bogotá geht, steigen ich zu meiner Überraschung wieder in den Flieger, der mich zuvor nach Valencia brachte. Beim Start der Triebwerke habe ich wenigstens eine ganze Sitzreihe für mich und sitze 4 Reihen hinter meinem vorigen verschmierten Platz, wenigstens etwas! Auf dem Flug lerne ich Jenifer, die hinter mir sitzt kennen. Sie kommt aus Caracas. Wir reden über die Lage in Venezuela. Kurz zusammengefasst ist sie enttäuscht von der Lage ihres Landes und den Politikern und sagt, dass es um einiges unsicherer in den Großen Städten geworden ist.

Auf dem auf dem Flughafen in Bogotá angekommen gab es bei der Einreisekontrolle eine schlange von sicher über 1000 Menschen, ich habe mit einer Jungen Frau aus Spanien die vor mir in der Schlange stand geredet, als sie plötzlich erwähnte, dass ihr komisch sei sehr heiß und schwindelig, sie zog daraufhin ihr Pulli aus und setzte sich auf den Boden. Ich fragte sie verschiedene Dinge und versuchte ihren Puls zu fühlen. Genau ein Absperrband neben uns war ein reisender, der sich als Arzt zu erkennen gab. Die junge Frau stand jedoch wieder auf und wir liefen etwas weiter, dann sagte sie wieder es werde ihr ganz komisch, sie könne nicht weiter sprechen, sie setzte sich kippte hinten über wurde bleich und verdrehte die Augen nach oben und war auf einmal bewusstlos. Ich war geschockt, einige Menschen um mich riefen aufgeregt Medico Medico (Arzt), ich rannte zu dem vorher angetroffenen Arzt. Er kam und eine weitere Sanitäterin, wir brachten sie in Schocklage und ihr wurde Luft zugefächelt. Sie kam wieder zu sich und wurde kurz darauf von der Sanitäterin und dem Arzt wegbegleitet. Das war schon sehr krass zu erleben und hat mich etwas mitgenommen, nur wenig später brach dann plötzlich eine weitere Frau in unmittelbarer Nähe zusammen und wieder riefen viele Medico Medico... Ich war beunruhigt darüber und hatte ein komisches Gefühl, ich machte mir Gedanken darüber ob irgendetwas in der Luft lag, sich irgendetwas schnell unter den Reisenden ausbreitete. Danach passierte zum Glück aber nichts weiter und ich ging durch die Einreisekontrolle.
Nun war ich nach der aufregenden Reise also endlich in Kolumbien angekommen.
Noch am Flughafen lerne ich Mathew aus Canada kennen und wir teilten uns ein Taxi nach La Candelaria, Bogotás Altstadt.


Sonntag, 19. November 2017

Curaçao

Ich hatte vor kurzem meine Zeit in Curaçao ganz gut zusammengefasst, das will ich hier dann nochmal so veröffentlichen, damit ihr teilhaben könnt!

Zu Anfang auf der Insel gelandet lief nicht gleich alles rund. Meine Kreditkarte wollte kein Geld spucken, welch Schreck und dann nach einer langen heißen Bussfahrt durch jedes kleine Kaff, war in dem Haus in dem ich nen Zimmer reserviert hab niemand zu finden. Ich bin dann völlig übermüdet mit meinen sieben Sachen in der Nachbarschaft herumgelaufen und hab versucht jemanden zu finden, der mir weiterhelfen kann. Ich hatte kein netz und kein W-lan also war ich wirklich auf die Nachbarn angewiesen. Nach ner ganzen Weile, hab ich dann eine Nachbarin gefunden, die mich an einen wunderschönen Ort direkt am Meer, eine Straße weiter vermittelte.


Das war der Blick aus meinem kleinen Zimmerchen. Die Kokosnüsse auf dem Tisch hatte ich nen Tag zuvor geerntet ;)

Die ersten Tage war ich noch sehr lazy wegen meines Jet-lags (immerhin +5std) und bin nur etwas in der Umgebung und in der Innenstadt von Willemstad herumgelaufen.


In der Innenstadt stehen sehr viele bunte niedliche Häuser ^^



...und wie man es aus südlichen Kulturen kennt, treffen sich die Alten Männer hier gerne draußen zum Spielen ^^


Als ich dann etwas fitter und unternehmungslustiger wurde bin habe ich entschlossen Tauchgänge zu buchen um von meinem Tauchschein mal wieder gebrauch zu machen. Die Insel ist umgeben von x Korallenriffs, die schon vom Land aus erreichbar sind und hat viele bunte Fische :)




Mein Tauchpartner hatte eine Unterwasserkamera dabei und hat ein paar Bilder gemacht :)

Am nächsten Tag habe ich dann einen Tagestrip (mit zwei Tauchgängen vom Boot aus) zur Insel Klein Curaçao gemacht, die ca. 1 Stunde übers Meer entfernt liegt. Die hinfahrt war so viel Seegang, dass einige Fährengäste Seekrank wurden ^^

Die Insel war wirklich ein kleines Paradies, niemand wohnt dort, es gibt nur Tagesbesucher. Es gibt lange weiße Sandstrände mit türkisem Wasser und schon Strandnah einigen Fischen und sogar Meeresschildkröten. Auf dem Land Tummelten sich Hunderttausende von Echsen und einige Einsiedlerkrebse liefen einem in verschiedensten Größen um die Füße.








Im mittleren der Insel war es sehr karg und Steinig und auf der Ostseite gab es havarierte Schiffe.





Die Tauchgänge waren auch eindrucksvoll, mit vielen bunten Korallen und Fischschwärmen einer Meeresschildkröte etc.




Für die letzten beiden Tage hatte ich noch nen Mietwagen, um Curaçao an allen noch nicht entdeckten Ecken und Kanten abzufahren. Die Insel ist nicht sehr groß, so dass das auch schnell getan ist. Am ersten Autotag habe ich die sehr karge Südostseite mit viel Staub, Kakteen und Windrädern erkundet.Für den Kleinwagen waren das teilweise schon sehr herausfordernde Offroadstraßen.





... und nach Sonnenuntergang war ich dann noch an einem Strand, wo ich von einem Steg aus, im Wasser etwas grün blicken sehen habe, ich fand heraus, dass es kleine Fische waren die grün leuchten konnten. :) ... Am Strand gab es dann noch sehr stark blau leuchtenden Plankton in der Brandung, ein unglaubliches Schauspiel!

Am letzten Tag/Autotag habe ich erst noch im Garten meiner Gastgeberin geholfen Kakteen anzupflanzen. Ich kam dan erst etwas später gegen Mittag dazu, mit dem Auto loszufahren. Als ich mich aufmachen wollte, fragte mich eine Holländische Nachbarin, die vor kurzem in eines der Nachbarhaus mit ihrem Man gezogen war ob sie mich begleiten könne. Da ich schon wusste, dass sie, obwohl sie in meiner Elterngeneration ist, eine sehr aufgeweckte spaßige Frau ist, hatte ich nichts dagegen. Wir hatten viel spaß über die Insel zu flitzen, Passanten mit der Fahrweise zu verunsichern, zu schnorcheln, eine Seegrotte und einige Strände zu erkunden. Auf dem Weg hielten wir um Kalebasse zu sammeln mit deren Schalen sie Lampen basteln wollte. Alles in allem eine super Tour!

Soweit Curaçao...